Harte Einschnitte für die Topsportschulen

Flanderns Landessportminister Philippe Muyters (N-VA) ist nicht zufrieden mit den Resultaten, die die Topsportschulen liefern. Der Minister will einiges Verändern und Finanzmittel effizienter einsetzen. Für mehrere Sportfächer bedeutet das allerdings das Aus.

Vor einigen Jahren wurden die flämischen Topsportschulen eingerichtet, um dafür zu sorgen, dass Sportler aus dem Bundesland international für belgische Medaillen sorgen. Doch nach einer Studie des flämischen Schulsportverbandes Bloso und der Freien Universität Brüssel (VUB) sind die ehrgeizigen Ziele verfehlt worden. Zudem besuchten nur 54 % der flämischen Sportler eine Topsportschule.

Sportminister Muyters (Foto) stellt sich jetzt Fragen: "Es ist doch logisch, dass wir etwas unternehmen. Man kann doch keine Bestandsaufnahme vornehmen, um danach nichts damit zu tun. Ich werde den Empfehlungen der Studie wohl folgen, es sei denn, es zeigen sich begründete Einwände, die es erlauben, davon abzuweichen.“

Unter den Topsportangeboten, die den Streichungen zum Opfer fallen, ist auch der Handball. Innerhalb der vergangenen 13 Jahre haben lediglich zwei Tophandballer einen Abschluss erzielt. Zuwenig für den Minister. Muyters wird auch die Fächer Judo und Langstreckenlauf für Jugendliche aus dem Angebot nehmen. In den betroffenen Topsportklassen wird nur noch ein Schuljahr lang Unterricht gegeben. Danach müssen die Sportschüler eine andere Lösung finden und das Lehrpersonal wird wohl arbeitslos.

Eine Handballschülerin, die beste Leistungen vorweisen kann, wird nach Deutschland ausweichen. Sie gab an, bald für einen deutschen Profiklub zu spielen und über diesen Verein auch mit der Ausbildung weitermachen zu können.