Sozialstudie: Den Flamen geht es gut

Den meisten Flamen geht es gut. Doch ein kleiner Teil der Bevölkerung ist bitter arm und bleibt den Risiken der Armut schutzlos ausgeliefert, wie die Studie "Der soziale Zustand in Flandern 2011" belegt. Landeschef Peeters zeigt sich dennoch beruhigt.

Der Zustandbericht "Der soziale Zustand in Flandern 2011“ des wissenschaftlichen Amtes der flämischen Landesregierung zeichnet ein Bild der sozialen Lebensumstände der hiesigen Bevölkerung.

Nach den Schlussfolgerungen des Berichts geht es dem überwiegenden Teil der flämischen Bevölkerung recht gut. Die Lebensumstände sind durchschnittlich in Ordnung, den meisten Menschen geht es gesundheitlich nicht schlecht und viele leben in einer komfortablen Wohnung. Die meisten Flamen haben eine vernünftige Ausbildung genossen und arbeiten im Lebenszeitraum zwischen 25 und 54 Jahren.

Für Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V - Foto) bringt der Bericht gute Nachrichten und zeigt ein "ermutigendes und beruhigendes Bild.“

Doch einem gewissen Teil der Bevölkerung im belgischen Bundesland Flandern geht es bei weitem nicht so gut, wie dem oben beschriebenen Durchschnitt. Risikogruppen, wie Alleinstehende, Rentner, schlecht Ausgebildete, Einwanderer oder Arbeitnehmer mit niedrigen Einkommen bleiben in allen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft gefährdet.

Chancen auf einen tollen Job mit hohem Einkommen haben sie nicht, ihre Gesundheit ist durch härtere Lebensumstände größeren Risiken ausgesetzt, sie sind oft auch depressiv und hängen deshalb auch öfter von medizinischer Hilfe ab, die aber nicht immer einfach zu bekommen ist.

Nichts desto trotz bescheinigt der Bericht den Flamen, dass es dieser Region trotz der Armut bestimmter Bevölkerungsgruppen im Vergleich zu anderen Ländern in Europa besser geht.