Asylsucher: Polizei räumt besetztes Haus

Im Brüsseler Stadtteil Elsene hat die Polizei ein von afghanischen Asylsuchern besetztes Gebäude geräumt. Mehrere der Flüchtlinge befanden sich im Hungerstreik, andere versuchten sich der Räumung zu widersetzen.

Etwa 100 obdachlose afghanische Asylsucher hatten Ende Mai ein leerstehendes staatliches Bürogebäude besetzt. Zudem befinden sich einige der Afghanen in einem Hungerstreik, mit dem sie Druck auf die Einwanderungsbehörden ausüben wollen, um so eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Belgien zu erhalten.

Sofort nach der Räumung, die die Gebäudeverwaltung per einstweiliger Verfügung erreicht hatte, besetzten die Hausbesetzer kurzzeitig die mondäne Brüsseler Geschäftsstraße Louizalaan und die Polizei musste aufgrund der schnell entstehenden Verkehrsstaus erneut eingreifen.

Dabei verloren zwei in Hungerstreik befindliche Asylsucher das Bewusstsein und musste Notärztlich versorgt werden. Manche der Afghanen leben schon seit rund 10 Jahren in Belgien und sprechen sogar mittlerweile eine oder zwei der Landessprachen. Ihre Geduld scheint zu Ende und sie fordern endlich den Erhalt von gültigen Papieren oder eine klare Aussage dazu, ob sie Belgien verlassen müssen.