Mordende Internetbräute in Kamerun?

Die belgische Staatsanwaltschaft hat mit Vorermittlungen im Falle des verdächtigen Todes von mehreren Landsleuten in Kamerun begonnen. Die Männer waren in den vergangenen fünf Jahren unabhängig voneinander gestorben.

Nach einer Meldung des flämischen Massenblattes Het Laatste Nieuws waren die Männer aus Belgien in den vergangenen fünf Jahren jeweils nach Kamerun gezogen, um dort zu heiraten. Sie hatten ihre Frauen über das Internet kennen gelernt.

Kurze Zeit nach den Vermählungen wurde den Angehörigen in Belgien mitgeteilt, dass ihr Verwandter einer Krankheit erlegen sei. Eines der späteren Opfer hatte kurz vor seinem Tod seiner Familie erzählt, dass ihm seine afrikanische Frau "lustfördernde Liebespflanzen“ zu essen gebe.

Mittlerweile gehen Kreise des belgischen Außenamtes und der Brüsseler Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Männer möglicherweise von ihren Internet-Frauen vergiftet und um ihr Geld gebracht worden sind. Offenbar kommt schwere Internet-Kriminalität in Westafrika recht oft vor und die belgische Polizei warnt mittlerweile vor Betrug über das Web, auch und gerade bei Kuppel-Webseiten.

Der Staatsanwaltschaft in Brüssel liegen offenbar genügend Anhaltspunkte vor, um mit Vorermittlungen zu beginnen.