Belgien sucht Dialog mit Libyens Rebellen

Belgiens Außenminister Steven Vanackere (CD&V - Foto) sucht den Dialog mit der Opposition in Libyen. Mehrere Repräsentanten des Nationalen Übergangsrates der libyschen Rebellen sind offiziell nach Brüssel eingeladen worden.

Belgiens scheidender Außenminister Steven Vanackere erklärte am Freitag im Parlament, dass unter den nach Brüssel eingeladenen Vertretern der libyschen Opposition auch der zweite Mann des Übergangsrates, Mahmoud Jibril, ist.

Er habe Jibril und einige seiner Gefolgsleute am Rande eines Treffens der internationalen Libyen-Kontaktgruppe am 9. Juni in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeladen.

Ein genaues Datum für das Treffen in der belgischen Hauptstadt sei aber noch nicht vereinbart worden, so Vanackere. Der flämische Christdemokrat vertrat bei dem Treffen der Kontaktgruppe die Benelux-Länder.

Mehrere EU-Staaten haben den Übergangsrat bereits als offizielle Vertreter des libyschen Volkes anerkannt. Doch ein solcher Schritt ist von Seiten der belgischen Bundesregierung her nicht möglich, da Belgien laut Grundgesetz offiziell nur Staaten anerkennen darf.

Aus diesem Grunde sind die diplomatischen Verbindungen zu Libyen auch nicht offiziell abgebrochen worden, auch wenn die belgische Botschaft in der Hauptstadt Tripolis derzeit geschlossen ist. Die Botschaft wird im Augenblick vom libyschen Sicherheitsdienst bewacht.