Streik bei De Lijn: Wenig Busse, keine Tram

Die Beschäftigten der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn sind für 24 Stunden in den Streik getreten. Die Gewerkschaften stützen den Streik, denn die Verhandlungen zum neuen Tarifvertrag für das Personal ziehen sich in die Länge.

Nach Angaben eines Sprechers von De Lijn sind die Folgen der Arbeitsniederlegung im ganzen belgischen Bundesland Flandern zu spüren. Nur rund die Hälfte aller Busse fährt und durch Blockaden der Straßenbahndepots sind keine Trams unterwegs. Dies betrifft auch die Küstentram entlang der Nordseestrände.

Die Beschäftigten bei De Lijn fordern im Zuge der innerbetrieblichen Tarifverhandlungen höhere Löhne und Gehälter und sie verlangen bessere Arbeitsbedingungen. Darunter fallen zum Beispiel bestimmten Arbeitszeiten angepasste Vergütungen.

Aus Gewerkschaftskreisen hieß es am Samstag, dass man einen vernünftigen Tarifabschluss wünsche. Man wolle nicht übertreiben, denn man kenne die Finanzsituation bei De Lijn und auf Landesebene, doch redliche Schichtzuschläge und Arbeitsplatzsicherheit seien keine utopischen Forderungen.

Eines wolle man allerdings auf keinen Fall akzeptieren und das seien in der Vergangenheit erworbene Rechte aufzugeben, die die Direktion der Regionalgesellschaft zurückschrauben wolle.

Bis zum Samstagabend werden Fahren auf De Lijn-Linien schwierig. Allerdings fahren die Busse von Subunternehmern der Nahverkehrsgesellschaft nach Fahrplan.