Spannungen bei Demo gegen EU-Reformen

Im Brüsseler Stadtteil Elsene ist es am Sonntagnachmittag zu Rangeleien zwischen der Polizei und wütenden Demonstranten gekommen. Die Proteste richteten sich gegen wirtschaftliche Reformen in der EU. Ähnliche Demonstrationen fanden auch in anderen europäischen Ländern statt.

Etwa 450 Demonstranten waren am Sonntag in Richtung EU-Institutionen gezogen, um dort gegen die ihrer Ansicht nach neoliberalen Wirtschaftsreformen der Europäischen Union zu demonstrieren.

Sie wollten ihrer Empörung gegen die Politik, die Wirtschaft und die soziale Lage in Europa Ausdruck geben und fanden Inspirationen in gleichartigen Demonstrationen in Spanien, wo Jugendliche seit Wochen gegen Staat und EU protestieren. Solche und ähnliche Demonstrationen fanden am Sonntag in mehreren europäischen Großstädten statt.

Von Anfang an herrschte bei der Demonstration eine gespannte Atmosphäre und schon nach einer knappen Viertelstunde musste die Brüsseler Polizei zum ersten Mal Tränengas einsetzen, um die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Die Demonstranten bezeichneten sich als "die Beunruhigten" oder als "Wut-Bürger" und wollen schon damit zum Ausdruck geben, dass sie sich mit der Politik in der EU nicht mehr identifizieren können und wollen.