7 von 10 Gemeinden in Flandern im Minus

Sieben von zehn flämischen Gemeinden sehen ihren Haushalt in diesem Jahr rote Zahlen schreiben. Das geht aus einer Analyse der Gemeindefinanzen durch die Bank Dexia hervor. In Wallonien und Brüssel wird das Defizit der Kommunen etwas geringer ausfallen. Die Einkünfte der flämischen Städte- und Gemeinden sind weniger gewachsen als in Brüssel und Wallonien.

Die flämischen Lokalverwaltungen haben nur 0,7 Prozent Mehreinkünfte. Im Vergleich hierzu haben Brüssel 2,8 Prozent und Wallonien 3 Prozent Mehreinkünfte.

Die Einnahmen sanken, so wurden zum Beispiel viele Zuschüsse in Flandern gestrichen. Viel Geld floss in Renten, Personal, Polizei und Sozialämter. Wallonien konnte hingegen mit der neuen Abgabe für das Gasnetz rechnen. Die Ausgaben sind sowohl in Flandern als auch in Wallonien und Brüssel zwischen 3,1 und 3,4 Prozent gestiegen.

Insgesamt beträgt das Defizit rund 300 Millionen Euro, was nicht unbedingt besorgniserregend ist. Die Mehrzahl der Gemeinden hat in den vergangenen Jahren Rücklagen aufgebaut. "Das ist einer guten Finanzverwaltung und der Rücklage aus Sondereinkünften in der Vegangenheit zuzuschreiben", heißt es bei Dexia. Die Bank warnt jedoch davor, dass die Inflation und die zunehmende Überalterung die Gemeindefinanzen künftig unter Druck setzen könnten.