Asylanfragen schnellen wieder in die Höhe

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres ist die Zahl der Asylanfragen in Belgien, im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum, um 32 % angestiegen, wie die Einwanderungsbehörden im Land bestätigen.

Die Zahlen stammen direkt von Melchior Wathelet (CDH - Foto), dem scheidenden belgischen Staatssekretär für Asyl und Einwanderung. In diesem Jahr erreichten 11.281 Anträge auf ein dauerhaftes Bleiberecht in unserem Land die Behörden. Das entspricht einer Steigerung um 32 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr.

Die meisten Antragssteller kommen aus Ländern, in denen Krieg oder Bürgerkrieg herrschen, zum Beispiel aus Afghanistan, aus dem Irak oder auch aus Guinea. Trotzdem geht Staatssekretär Wathelet davon aus, dass die Zahlen für das ganze Jahr unter denen von 2010 bleiben werden.

Der frankophone Zentrumspolitiker führt dies auf die Zahl der Asylanträge von Menschen aus den Balkanländern zurück, denn dort laufen seit einiger Zeit - offenbar erfolgreich - Kampagnen, mit denen davon abgeraten wird, nach Belgien zu kommen.

Zudem geht der Staatssekretär davon aus, dass die schnellere Behandlung der Anträge und der Anstieg der Ausweisungen aus Belgien für sinkende Zahlen sorgen werden.