Prinz Filip im Weißen Haus empfangen

Belgiens Kronprinz Filip ist im Weißen Haus in Washington von US-Vizepresident Joe Biden empfangen worden. Der Prinz wurde bei dieser Visite von einer ganzen Reihe Ministern aus Bund und Ländern begleitet. Derzeit besucht eine hochrangige Wirtschaftsdelegation aus unserem Land die Ostküste der USA.

Eigentlich hätte Kronprinz Filip wohl gerne Präsident Barack Obama getroffen, doch dies war aus protokollarischen Gründen nicht möglich, denn der US-Präsident empfängt nur Staatsoberhäupter.

Dafür war das Treffen der belgischen Vertreter aus Politik und Wirtschaft mit US-Vizepräsident Joe Biden umso ergiebiger, denn er nahm sich mehr als eine Stunde Zeit für seine Gäste.

Bei den Gesprächen ging es unter anderem um wirtschaftliche Themen, doch der Schwerpunkt lag bei internationalen Dossiers, wie Afghanistan oder Libyen. Jo Biden war offenbar voll des Lobes über die belgischen Einsätze in beiden Ländern. Für Belgiens scheidenden Außenminister Steven Vanackere (CD&V) war das Treffen im Weißen Haus in der US-Hauptstadt sehr interessant. Die Belgier machten ihre amerikanischen Gesprächspartner darauf aufmerksam, dass der geplante Abbau der Truppenstärke in Afghanistan keine Flucht nach der angekündigten Truppen-Verringerung von Seiten der USA sei.

Nach Ablauf der Gespräche im Weißen Haus zog die belgische Handelsmission zu weiteren politischen Gesprächen zum US-Kongress ins Capitol in Washington weiter. Dort stellten einige der US-Senatoren, unter anderem John Kerry und John McCain klar, dass man sich keine Sorgen über den politischen Zustand Belgiens mache.