Gilbert holt 1. Etappe und gelbes Trikot

Unser Landsmann Philippe Gilbert machte seine Favoritenrolle in der ersten Etappe der Tour de France gleich wahr: Er siegte und holte das gelbe, grüne und Bergtrikot der Tour de France. Alberto Cantador wurde durch einen Fall im Schlussteil des 191 km langen Teilstücks aufgehalten und verlor fast eineinhalb Minuten.

Wie zu erwarten,  wurde die erste Etappe erst im Schlussteil spannend. Eine Gruppe aus drei Fahrern wurde 18 Kilometer vor Schluss durch das Peloton geschluckt, das kurze Zeit später wegen eines Massensturzes auseinandergerissen wurde. So wurde auch Alberto Cantador aufgehalten. Er traf mit 1:20 Minuten Rückstand im Ziel ein.

Die Gruppe der Übriggebliebenen wurde 2 Kilomter vor Schluss durch einen Sturz weiter ausgehöhlt: Davon konnte Philippe Gibert profitieren. Fabian Cancellara versuchte, unseren Landsmann noch mit einem schneidigen Ausreißversuch zu überlisten, aber ein bärenstarker Gilbert war wieder einmal übermächtig.

Er ließ die anderen mit seinem Endspurt lächerlich aussehen.

Mit Ausnahme des spannenden Finales war diese erste Tour-Etappe eine mit klassischen Zutaten: Eine frühe Flucht, ein Peloton, das in einem gemächlichen Tempo Kilometer fährt und eine Handvoll Fahrer, die den Asphalt begrüßten.

Es war sogar ein Belgier, der am härtesten zu Boden ging. Jurgen Van de Walle versuchte, seine Kollegen vor einem Hindernis zu warnen, fiel aber dabei selbst hart zu Boden. Der Teamkamerad von Philippe Gilbert konnte zum Glück weiterfahren und machte seine Arbeit, um dem Trio an der Spitze zu folgen.

Das Trio bestand aus den Franzosen Roy und Quémeneur und dem Niederländer Westra. Die drei flirteten zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einem Vorsprung von sieben Minuten, aber die Jungens von Omega Pharma-Lotto hatten ihre Arbeit gut gemacht und wurden dafür auch belohnt.