Griechenland erhält die 12 Mia. Euro-Hilfe

Griechenland bekommt eine neue Hilfszahlung in Höhe von zwölf Milliarden Euro von Europa und dem Internationalen Währungsfonds. Das haben die Finanzminister der Eurozone entschieden. An einem zweiten großen Hilfsprogramm für Athen wird noch gearbeitet.

Die zwölf Milliarden Euro waren dringend nötig, denn den Griechen drohte im Laufe dieses Monats  das Geld auszugehen. Sie wären also zahlungsunfähig geworden und hätten ihre Schulden nicht zurückzahlen können. Der neue Kredit ist die fünfte Tranche des Rettungsplans, den Europa letztes Jahr erstellt hat. Der Rettungsplan war an den Sparplan gekoppelt, den das griechische Parlament letzten Donnerstag angenommen hatte.

Der belgische Finanzminister Didier Reynders (Foto) sagte zur Billigung des neuen Kredits: "Nach der Annahme eines Sanierungsplans durch das griechische Parlament war es nur logisch, zur Auszahlung der fünften Tranche des ersten Hilfsprogramms überzugehen."

Über ein zweites Rettungsprogramm von über 100 Milliarden Euro erzielten die Minister noch keine Einigung. Das werde nicht so einfach, weil sich auch die Banken daran beteiligen sollen, so Reynders: "Es war schwieriger, vom nächsten Plan zu sprechen. Wir müssen nun mehr Anstrengungen unternehmen, zum Beispiel, was die Teilnahme des Privatsektors betrifft."

Der Privatsektor soll im nächsten Hilfsprogramm auf einer freiwilligen Basis einbezogen werden.