Ausriss der Zirkuselefanten

In Schilde, bei Antwerpen, sind am Dienstag zwei Elefanten aus dem österreichischen Zirkus Belly Wien ausgerissen und haben es sich in einem Maisfeld gemütlich gemacht. Nach dem Ausriss hat die Gemeindeverwaltung Kontrolleure in den Zirkus geschickt, um sicher zu gehen, dass die Tiere nicht noch einmal ausbrechen können.

Der Zirkus Belly Wien hat diese Woche seine Zelte auf einem Privatgelände bei der Turnhoutse Straße aufgeschlagen. Der Zirkus ist dafür bekannt, dass er die meisten exotischen Tiere wie Elefanten, Tiger und Zebras in Belgien, der Niederlande und Luxemburg besitzt.

Dienstag bemerkte ein Passant, dass zwei Elefanten aus dem Zirkusgelände ausgebrochen und auf ein Maisfeld gelaufen waren, das in der Nähe eines Wohnviertels liegt. Bürgermeisterin Yolande Avontroodt, von der Open VLD, den flämischen Liberalen, bestätigte, dass die Tiere aus dem Zirkusgelände gelaufen waren. Die Gemeinde habe danach Kontrolleure in den Zirkus geschickt.

„Die Polizei und die Inspektoren für Tierwohlsein sind vor Ort gewesen und haben gestern ausführliche Untersuchungen durchgeführt. Sie haben feststellen können, dass die Elefanten und alle anderen Tiere jetzt gut geschützt und eingeschlossen sind, sodass sie nicht mehr ausbrechen können“, versicherte die Bürgermeisterin.

Mittwochabend gab es Proteste von der Tierschutzorganisation Bite Back. Deren Mitglieder wollen Belly Wien verbieten, Tiere zu halten, weil sie das als grausam und gefährlich ansehen. Der Zirkussprecher, Ronald Voets, ist hingegen der Meinung, dass die Tiere von Belly Wien gut behandelt würden.