Flämische Autobahnen werden dunkler

Ab Freitag wird die Beleuchtung der flämischen Autobahnen drastisch zurückgestuft. Die flämische Regierung will auf diese Weise sparen und die Lichtüberflutung bekämpfen.

1.728 Kilometer Autobahn gibt es in Flandern, die bislang komplett beleuchtet war. Auf Satellitenfotos von Europa war die Region Flandern deswegen eine der hellsten.

Bei über der Hälfte der Autobahnen soll das Licht nun abgeschaltet werden. Damit wird der flämische Stromverbrauch um über die Hälfte verringert werden.

Einige Autobahnstrecken bleiben allerdings weiterhin permanent beleuchtet. Dazu gehören große Ringautobahnen, wie die um Antwerpen und Brüssel, komplexe Zu- und Abfahrten und andere besonders gefährliche Straßenabschnitte.

Auf anderen Autobahnen, deren Beleuchtung weder ganz ausgeschaltet wird, noch permanent an bleibt, wird ein dynamisches System in die Laternen eingebaut. So kann anschließend bei viel Verkehr, schlechtem Wetter , Unfällen, oder bei Bauarbeiten das Licht angeschaltet werden.

Das Problem ist aber, dass die gerade Übergänge zwischen Licht und Dunkelheit besonders gefährlich sind. Solche Übergänge wird es mit der neuen Regelung viele geben. Die Augen der Autofahrer brauchen eine Weile, um sich an die Lichtdifferenz zu gewöhnen, bevor sie wieder gut sehen können und genau während dieser Anpassung passieren viele Unfälle.