Wo sind Flanderns Biobauern?

Wallonien zählte 2010 drei Mal so viele Biobauern wie Flandern und Brüssel zusammen: 884 gegenüber 256. Das meldet die belgische Wirtschaftsbehörde.

Insbesondere biologische Viehzucht wird in Wallonien gerne betrieben. Die Frage nach Bioschweinefleisch übertrifft in ganz Europa bei weitem das Angebot. Guy Depraetere, dem Generalsekretär der Landwirtschaftsorganisation ABS zufolge versäumten Flanderns Bauern deshalb jede Menge Gelegenheiten.

Die Organisation räumt allerdings auch ein, dass es leichter sei, in Wallonien einen Biohof zu betreiben als in Flandern, weil  Wallonien viel mehr Weideland hat. Das mache die Umstellung auf Biolandwirtschaft leichter. Für den Ackerbau ist die Umstellung auf Biolandwirtschaft schwieriger.

Obwohl die flämische Biolandwirtschaft nach einer Periode der Stagnation jetzt wieder anzieht, wird der Unterschied zu Wallonien jedes Jahr größer. 

In Flandern und Brüssel bewirtschafteten die Biobauern 2010 eine Oberfläche von 3.822 Hektar und versorgten 2.676 Rinder. In Wallonien waren das 44.878 Hektar und 61.333 Rinder.

Der Verbrauch von Bioprodukten ist übrigens in Flandern und Wallonien der gleiche, die flämische Produktion hinkt jedoch hinterher.