Belgische Cenotaph-Parade in London

Prinz Joachim, der zweite Sohn von Prinzessin Astrid und Prinz Lorenz, nahm am Sonntag an der jährliche Gedenkparade für die belgischen und britischen Gefallenen der beiden Weltkriege in London teil.

Die Cenotaph-Parade zu ehren der belgischen und britischen Gefallenen während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs, fand dieses Jahr zum 77. Mal statt. Unter den in der Parade in London mit marschierenden Soldaten war auch Prinz Joachim (Foto oben).

Der 19jährige absolviert seit Oktober 2010 eine Freiwilligen-Ausbildung bei der belgischen Marine auf der Fregatte Godiva. Seine Einheit nahm an der Cenotaph-Parade teil und Prinz Joachim folgte seiner Einheit. Die Godiva hatte zu diesem Zweck in einem Londoner Themsehafen festgemacht.

Die anschließende Zeremonie wurde von Bundesminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) geleitet. Der flämische Liberale ist Belgiens scheidender Minister für Unternehmen und administrative Vereinfachung.

An seiner Seite stand der Oberbefehlshaber der belgischen Armee, General Charles-Henri Delcour. An der Parade und der anschließenden Zeremonie nahmen auch Veteranen, Schüler und Studenten sowie Vertreter der verschiedenen belgischen Militärakademien teil.

Historische Besonderheit

Belgien ist seit einem Beschluss des britischen Königs George V. aus dem Jahr 1934 das einzige Land der Welt, dem das Recht eingeräumt wird, bewaffnet durch die Straßen der Hauptstadt London zu marschieren. Eigentlich ist dies nur den Soldaten von Londoner Garnisonen vorbehalten.

Das Defilé entstand eigentlich als Ehrenerweisung für den belgischen Soldatenkönig Albert I. und für die Ehrung der Verbrüderung der belgischen und britischen Armee während des Großen Kriegs, so wird an beiden Seiten des Kanals der Erste Weltkrieg genannt.

Im Laufe der Jahre wurden die Gedenken der Cenotaph-Parade, die jährlich am letzten Sonntag vor dem belgischen Nationalfeiertag am 21. Juni stattfindet, auch auf die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs ausgedehnt.