Nasses Training vor der Weltmeisterschaft

Die belgischen Spitzensportler und einige ihrer internationalen Konkurrenten sorgten bei der Nacht der Athleten in Heusden-Zolder trotz schlechten Wetters für ein schönes Sportfest. Die belgische Staffel der Männer und die Stabhochspringerin Jelena Isinbajeva gewannen ihre Wettbewerbe.

Die belgische Staffel der Herren (Foto oben) hat am Samstagabend im verregneten Sportstadion von Heusden-Zolder in der flämischen Provinz Limburg die 4x400m gewonnen.

Nils Duerinck, Antoine Gillet und die Gebrüder Jonathan und Kevin Borlée liefen zwar keinen neuen Landesrekord, doch sie hielten die afrikanische Konkurrenz aus Südafrika und Botswana auf Abstand.

100m-Hürdenläufer Damien Broothaers hat mit 13“67 sein bestes Resultat der laufenden Saison erzielt, doch für die Weltmeisterschaft reicht es nicht, denn hier wird als Qualifikationslimit 13“54 verlangt. Auch 400m-Hürdenläufer Michael Bultheel verpasste die Qualifikation.

Auf der 200m-Distanz der Frauen waren gleich drei Belgierinnen vertreten: Hanna Mariën, Elodie Ouedraogo (Foto) und Olivia Borlée (die Schwester der 400m-Brüder). Mariën war als Dritte die beste des Trios. Keine der drei Sprinterinnen erreichte aber die WM-Quali.

Isinbajeva gewinnt mit mäßiger Leistung

Star des Abends in Heusden-Zolder war aber zweifellos die russische Stabhochspringerin Jelena Isinbajeva, die hier nach einem Jahr Pause ihr Outdoor-Comeback gab. Zwar glänzte sie nicht, doch am Ende gewann sie mit einer Höhe von 4,60m. Fast wäre die Russin über 4,70m gelangt, doch sie scheiterte in allen drei Versuchen.

Isinbajeva stieg erst bei 4,50m in den Wettbewerb ein. Offenbar scheute sie das schlechte Wetter in Limburg. Hier sprang sie mit Bravour, doch für viel mehr reichte es dann nach so langer Wettkampfpause noch nicht. Vielleicht hätte sie bei besserem Wetter mehr geschafft, denn eigentlich war ihr Ziel bei der Nacht der Athleten über ihre Jahresweltbestzeit von 4,78m zu gelangen…