Belgien nimmt afrikanische Flüchtlinge auf

Unser Land nimmt 25 afrikanische Flüchtlinge aus dem Konfliktgebiet Libyen auf. Dabei handelt es sich um kongolesische und eritreische Familien, die bisher in einem UN-Flüchtlingscamp in Tunesien verblieben.

Belgiens Generalkommissar für Flüchtlingsfragen Dirk Van den Bulck sagtz dazu, dass die scheidende Bundesregierung Flüchtlingen eine Priorität einräumt, die dringend einen Ort zum Leben brauchen.

Aus diesem Grund nimmt unser Land auch in dieser Frage vornehmlich Mütter mit Kindern auf. Diese Familien stammen aus dem Kongo und aus Eritrea, lebten und arbeiteten aber seit vielen Jahren in Libyen. Belgien enrtspricht mit diesem Schritt auch Empfehlungen der Genfer Menschenrechtskonvention.

Diese Flüchtlinge werden von der staatlichen Asylbehörde Fedasil aufgefangen, verfügen über alle Rechte und über eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Falls sie einem Einbürgerungsverfahren teilnehmen, können sie innerhalb eines Jahres die belgische Staatsangehörigkeit erlangen.

Belgien hat eine lange Tradition in der Aufnahme von Kriegs- und Konfliktflüchtlingen. Vor Jahrzehnten nahm unser Land viele Vietnamesen auf und 1999 Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo nach den Kriegen im früheren Jugoslawien.

Seit zwei Jahren arbeitet Belgien auch mit einem Programm für Flüchtlinge aus dem Irak. Doch eine strukturelle Regelung für Neuansiedelung von Flüchtlingen liegt nicht vor. Die Aufnahme der 25 aus Libyen kommenden Afrikaner ist das erste belgische Projekt seit zwei Jahren.