In zwei Jahren 28.000 Regularisierungen

Seit zwei Jahren läuft in Belgien eine Kampagne, über die illegal in Belgien lebenden Flüchtlingen und Asylsuchern eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung gewährt werden. Seit dieser Zeit arbeiten die Einwanderungsbehörden mit deutlicheren Kriterien und strengeren Kontrollen.

Zu den strengeren Regularisierungsregeln gehört unter anderem die Tatsache, dass die bislang illegal in Belgien lebenden Asylsucher und Einwanderer in die Gesellschaft integriert sind, dass sie die entsprechende Sprache ihrer Aufenthaltsregion sprechen und dass sie Aussicht auf reguläre Arbeit haben. Hilfreich ist auch, wenn die Kinder von betroffenen Familien in ihren Aufenthaltsort zur Schule gehen.

Zu den Kriterien gehört aber auch eine strenge und regelmäßige Kontrolle durch die entsprechenden Stadt- oder Gemeindeverwaltungen, denn diese müssen regelmäßig feststellen, ob die Antragsteller auch tatsächlich an ihrer angegebenen Adresse wohnen.

Doch hier tun sich Probleme auf, wie Pieter Stockmans von Forum für Asyl und Einwanderung gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte:

"Viele Kommunen haben daran zusätzliche Bedingungen geknüpft. In Antwerpen mussten die Betroffenen einen schriftlichen Mietvertrag vorlegen. In Mechelen verweigerten die Behörden ihre Zustimmung, wenn die Betroffenen zweimal nicht zu Hause angetroffen wurden. Viele Asylsucher hatten nicht einmal die Chance erhalten, ihre Anträge auf dauerhaften Aufenthalt zur Beurteilung vorzulegen, da sie durch den starken Filter, den Städte und Gemeinden anwendeten, durchgefallen waren.“

Das Forum für Asyl und Einwanderung musste auch feststellen, dass nicht wenige illegal in Belgien lebende Asylantragsteller die Möglichkeit auf einen festen Job verspielten, da die Anerkennungsprozeduren durch die Einwanderungsbehörden so lange dauern.