1.300 zusätzliche Grundschullehrer

Die flämische Landesregierung hat versprochen, ab September 2012 1.300 zusätzliche Grundschullehrer und Kindergärtner einzustellen. Ab diesem Zeitpunkt greift ein neues Rahmenprogramm im Bildungswesen für die Kleinsten. Dazu braucht das Land zusätzliches Lehrpersonal.

Die Landesregierung macht ab 2012 zur Finanzierung des neuen Rahmenprogramms für Kindergärten und Grundschulen 52,7 Millionen € frei, wie Bildungsminister Pascal Smet (SP.A - Foto) angab. Dieser Finanzrahmen soll helfen, 1.300 zusätzliche Lehrkräfte einstellen zu können.

Dies soll hauptsächlich dazu führen, dass Grundschulklassen mit mehr als 20 Kindern der Vergangenheit angehören.

Dadurch können die Lehrkräfte auch individueller auf die Schulkinder eingehen und sich mit deren Profilen befassen.

Für Bildungsminister Smet führt dies mittelfristig zu mehr Gerechtigkeit im Bildungswesen, da es so zu einer ausgeglichenen Chancengleichheit, nicht zuletzt auch auf sozialer Ebene kommt.

Mieke Van Hecke (Foto), die Vorsitzende des Katholischen Unterrichtswesens im belgischen Bundesland Flandern, reagierte zufrieden auf die geplanten Maßnahmen, mahnte jedoch dazu, den Beruf des Lehrers im Allgemeinen für den Nachwuchs anziehender zu gestalten.

Zum Beispiel sei die Zahl der männlichen Lehrpersonen im flämischen Grundschulwesen viel zu niedrig.

Van Hecke riet auch dazu, nicht nur zusätzliche Lehrkräfte anzuwerben, sondern auch spezifischere Fachkräfte, wie zum Beispiel Logopäden.