Militärparade in Regen und Gewitter

Pünktlich zum Start der traditionellen Militärparade zum belgischen Nationalfeiertag gegen 15 Uhr 30 setzte in Brüssel der Regen ein. Vereinzelt waren sogar Donnerschläge zu vernehmen. Die diesjährige Parade stand im Zeichen der Auslandseinsätze der belgischen Armee und der hiesigen Hilfskräfte.

Insgesamt nahmen mehr als 1.400 Soldaten und Vertreter der zivilen belgischen Hilfskräfte, wie Rotes Kreuz oder Zivilschutz am Defilee zum 21. Juli teil. Daneben bereicherten fast 90 Fahrzeuge die Parade. Zudem überflogen 30 Flugzeuge und 9 Hubschrauber die Parade im Stadtzentrum von Brüssel.

Es galt dieses Jahr auch zwei wichtige Jubiläen zu feiern: Die belgischen Luftstreitkräfte feierten 65. Geburtstag und die Seenot-Rettungsdienste vor der belgischen Küste feierten mit ihren Seaking-Hubschraubern ihr 50jähriges Bestehen.

Besonderen Wert legte Belgien dieses Jahr auf die großen Auslandseinsätze der Armee. Derzeit sind belgische Soldaten in Afghanistan (Kabul und Kunduz) und im Libanon stationiert und Marine sowie Luftwaffe nehmen am internationalen Einsatz zum Schutze der Zivilbevölkerung gegen das Gaddafi-Regime in Libyen teil, wozu sie auf einem griechischen NATO-Stützpunkt stationiert sind. Vertreter dieser Truppenteile marschierten mit in der Parade.

Doch zeigten die verschiedenen Waffengattungen auch ihre neusten Fahrzeuge und andere technische Errungenschaften. Kettenfahrzeuge wurden dieses Jahr aber nicht über das historische Straßenpflaster vor dem Königspalast geschickt. Sie wurden von riesigen modernen Tiefladern der Armee befördert.