Di Rupo lobt Verhandlungsteilnehmer

Der Parteivorsitzende der frankophonen Sozialisten, Elio Di Rupo, war am Freitagmittag in allen Fernsehnachrichten zu Gast. Der Regierungsbildner lobte den Mut der Parteivorsitzenden der 8 Parteien, die zur Aufnahmen von Koalitionsverhandlungen bereit sind.

Am Donnerstagabend einigten sich die flämischen und frankophonen Sozialisten (SP.A und PS), Christdemokraten (CD&V und cdH), Liberalen (Open VLD und MR) und Grünen (Groen und Ecolo) auf die Verhandlungsmethode in Sachen Staatsreform und Regierungsbildung. Seitdem ist Elio Di Rupo wieder vollwertiger Regierungsbildner. Zuvor hatte er den König gebeten , ihn aus diesem Auftrag zu entlassen, was das Staatsoberhaupt aber abgelehnt hatte.

„Jeder hat seine Verantwortung übernommen. Für niemanden war das einfach“, sagte Di Rupo. „Zum ersten Mal engagieren sich acht Parteien für die Umsetzung der notwendigen Reformen und verhindern so, dass das Land entscheidungsunfähig bleibt, währen die Spekulanten auf der Lauer liegen“.

Di Rupo wollte nicht auf die Interpretationen der vereinbarten Verhandlungsmethode eingehen. „Was zählt , ist das Endresultat. Jeder muss sich darin finden können.“

Di Rupo lobte ausdrücklich den Mut der acht Parteivorsitzenden, „die ihre Verantwortung übernommen haben. Es wird für niemanden einfach sein. Jeder wird mit seiner Partei Probleme bekommen.“ Allerdings gab er zu, dass es für die flämischen Parteien noch schwieriger wird und das ganz besonders bei den flämischen Christdemokraten von CD&V. Diese Partei setze sich ganz besonders der Kritik der flämischen Nationalisten von N-VA und der rechtextremen Partei Vlaams Belang aus, so Di Rupo.