Flandern: Jusos und Fußballfans trauern

In ganz Belgien finden Trauerveranstaltungen und Beileidsbezeugungen für die Opfer der beiden Anschläge in Norwegen statt. Die Mitglieder von Animo, die flämischen Jungsozialisten, hielten Mahnwache im Bahnhof von Antwerpen.

Bevor die flämischen Jusos einen Zug bestiegen, der sie zu ihrem Sommerlager nach Österreich bringen sollte, gedachten sie ihrer Kameraden in Norwegen. Die meisten Opfer des Attentäters waren Jusos, wie auch die Mitglieder von Animo, der Jugendgruppe der flämischen Sozialisten SP.A. Sie fanden den Tod während ihres Sommerlagers auf einer Insel bei Oslo.

Die Animo-Jugend zündete im Hauptbahnhof von Antwerpen Kerzen an und hielten vor ihrem Sommerlager eine Schweigeminute ab. Viele hatten bei der sozialistischen Jugendbewegung Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF) in Norwegen Freunde oder Bekannte.

Animo bedauert, dass die Norweger aufgrund eines solchen Dramas nicht am internationalen Jungsozialistentreffen in Österreich teilnehmen können. Animo-Sprecherin Maite Morren sagte, dass das diesjährige Sommerlager ein eher trauriges Treffen werden wird.

Norwegische Botschaft

Noch bis Mittwoch einschließlich können sich die Menschen in der norwegischen Botschaft in Brüssel in die dort ausgelegte Kondolenzliste eintragen. Am Montag ist die Botschaft von 14 bis 16 Uhr geöffnet und an den beiden folgenden Tagen von 10 bis 12 Uhr und wieder von 14 bis 16 Uhr.

Seit dem Wochenende tragen sich auch dutzende in Belgien lebende Norweger und Flamen in die Trauerliste im norwegischen Seemannshaus in Antwerpen ein.

Gent: Schweigeminute bei den Fußballern

Vor dem Anstoß eines Freindschafts- und Trainingsspiels des Erstligavereins von AA Gent gegen die spanische Mannschaft aus Getafe wurde im Jules Otten-Stadion eine Schweigeminute abgehalten. AA Gent wird derzeit von dem Norweger Trond Sollied (Foto) trainiert.

Stadionsprecher Frans Babbelaar sagte dazu am Sonntagabend, dass die AA Gent-Familie von den Ereignissen in Oslo sehr betroffen ist und das man mit Trainer Sollied und den Angehörigen der Opfer sowie mit dem norwegischen Volk mitfühle.