SP.A-Vorsitz: Tobback einziger Kandidat

Bruno Tobback ist der einzige Kandidat für die Nachfolge von Caroline Gennez auf dem Posten des Vorsitzenden der flämischen Sozialisten SP.A. Kandidatin für den Vizevorsitz ist die Limburgerin Joke Quintens.

Am Montagmittag verstrich der Termin für die Kandidatur für den Vorsitz der flämischen Sozialisten SP.A. Einziger Kandidat für dioe Nachfolge von Caroline Gennez, die nicht mehr kandidieren wollte, ist demnach Bruno Tobback aus Löwen.

Tobback ist 41 Jahre alt und fungiert derzeit als Fraktionsvorsitzender der SP.A in der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament.

Der ehemalige Bundesminister hatte die Funktion des SP.A-Franktionschefs auch schon im flämischen Landesparlament inne. Er ist der Sohn des langjährigen Bundespolitikers Louis Tobback, der heute Bürgermeister der Universitätsstadt Löwen ist.

Bruno Tobback will, dass seine Partei in Zukunft mehr Vertrauen ausstrahlt und das die sozialdemokratischen Werte mehr in den Vordergrund rücken:

"Wir sollten in erster Instanz nicht nur gute Politikvorschläge machen, denn die haben wir ohnehin. Gute und verantwortungsvolle Politiker und Parteileute haben wir auch. Wir müssen in erster Linie Vertrauen in unsere Werte ausstrahlen und diese dementsprechend verteidigen. Das haben wir vielleicht in der Vergangenheit etwas vernachlässigt und das ist erst einmal meine Ambition.“

Starke Position in der Parteibasis

Für den Vizevorsitz kandidiert die noch nicht besonders bekannte Sozialistin Joke Quintens aus der Provinz Limburg. Die Kandidatur des Duos wird von 91 Lokalsektionen der Partei vorgeschlagen. Diese SP.A-Sektionen vertreten rund 21.000 Mitglieder, wesentlich mehr, als in den Statuten der Partei vorgesehen ist.

Im September erhält jedes SP.A-Mitglied einen Stimmzettel und am Ende dieses Monats steht offiziell fest, wer die Nachfolge von Caroline Gennez antritt. Die Antwerpener Sozialistin kandidiert nach vier Jahren Vorsitz nicht mehr für dieses Amt.