Wollen Spanier Belgiens Grand-Prix kaufen?

Angeblich soll eine Gruppe von Investoren um den spanischen Geschäftsmann Gérard Lopez daran interessiert sein, die belgische Rennstrecke Spa-Francorchamps und die Organisation des belgischen Formel 1 Grand Prix zu übernehmen. Die Betroffenen geben an, von nichts zu wissen.

Weder Pierre-Alain Thibaut - der Generaldirektor des Ardennenkurses, noch André Maes - der Generaldirektor des Grand Prix von Spa-Francorchamps, noch der zuständige regionale wallonische Wirtschaftsminister Jean-Claude Marcourt (PS) wollen etwas von den Übernahmeplänen für die Rennstrecke wissen.

Der frankophone Radio- und TV-Sender RTBF hatte am Sonntagabend gemeldet, dass eine Gruppe Investoren um den Spanier Gérard Lopez an einer Übernahme von Strecke und Formel 1-Veranstalter in Spa interessiert seien.

Lopez ist in Formel 1-Kreisen kein Unbekannter, ist er doch Mitbegründer von Genii Capital, eine Gruppe, zu der der Lotus-Renault-Rennstall und Sport Gravity Management, das Management mehrerer F1-Piloten - unter anderen der Belgier Jérome D’Ambrosio - gehören.

Ende August findet auf dem berühmten Ardennenkurs, die erklärte Lieblingsstrecke der Rennfahrerlegende Michael Schumacher, das letzte Rennen im laufenden Vertrag mit F1-Boss Bernie Ecclestone statt.

Danach muss neubesprochen werden, wie es mit der Strecke weiter geht.

Regionalminister Marcourt hat in jedem Fall den Präsidenten von Spa Grand Prix, Etienne Davignon, damit beauftragt, Wege zu finden, über die der finanzielle Impakt der wallonischen Region bei der Veranstaltung des Rennens in Zukunft kleiner werden kann.