Griechenlands Rettung kostet Belgien Geld

Der belgische Beitrag am neuen EU-Rettungspaket für das notleidende Griechenland beläuft sich auf 2,8 Milliarden €. Diese Summe nannte Belgiens scheidender Premierminister Yves Leterme (CD&V) in der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments.

In der vergangenen Woche hatten sich die Länder der Eurozone, das sind jene Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, in denen der Euro die alleinige Währung ist, in Brüssel auf ein neues Rettungspaket für Griechenland geeinigt. Diese Nothilfe für Athen sollte auch gleichzeitig den Euro retten.

Belgien beteiligt sich an diesen zweiten Nothilfepaket für den vom staatlichen Bankrott bedrohten EU-Mitgliedsland Griechenland mit 3,7 % des Gesamtvolumens.

Premier Leterme rechnete vor und nannte die Summe von 2,8 Millionen € aus der belgischen Staatskasse. Damit steigt die belgische Staatsschuld um 2,7 % an.

Dieses Geld fließt allerdings nicht direkt nach Griechenland. Die genannte Summe ist der Beitrag unseres Landes zur Aufstockung der Bürgschaft für den Rettungsschirm, der über Griechenland und den Euro aufgespannt wird. Dieser Fonds nimmt an Griechenlands Stelle Kredite an den internationalen Finanzmärkten auf.

Letztendlich fließt aber auch Geld von griechischen Staat zurück in den belgischen Staatssäckel. Aus den Krediten und den Staatsanleihen, die Belgien Griechenland gewährt, fließen trotz der harten (Spar-)Zeiten für die Hellenen viele hundert Millionen € über Zinsen zurück in unser Land.