Hohes Bußgeld für die belgische Post

Bpost, die belgische Post, muss ein Bußgeld über 2,3 Millionen € zahlen. Das Bußgeld kommt von der BIPT, die Aufsichtsbehörde für den Post- und Telekombereich. Die Behörde ist der Ansicht, dass Bpost ihre eigenen Subunternehmer tariflich diskriminiert.

Bpost arbeitet mit Vertriebsfirmen, die Briefe und Pakete einsammelt und der Post zur Weiterverarbeitung zukommen lässt. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um große Auftragsvolumen, doch im Vergleich zu ihren Großkunden gewährt ihnen Bpost keine Rabatte. Die Post führt als Begründung an, dass sich die großen Auftragsvolumen aus verschiedenen kleineren Adressaten zusammensetzt.

Dieses Argument lässt die Aufsichtsbehörde BIPT nicht gelten und ist der Ansicht, dass sich Bpost hier diskriminierend verhält. Die Post ist mit dieser Strafe nicht einverstanden, wie Unternehmenssprecher Piet Van Speybroeck am Mittwochnachmittag gegenüber der VRT erläuterte: "Wir sind doch sehr erstaunt über den Beschluss der BIPT und wir werden dies genau studieren. Wir sind davon überzeugt, dass unser Tarifmodel juristisch und wirtschaftlich begründet ist und deshalb gehen wir gegen dieses Bußgeld in Berufung.“