Rückkehrzentrum für Asylsucher geplant

Die scheidende belgische Bundesregierung arbeitet an der Einrichtung eines Rückkehrzentrums für abgewiesene Asylsucher. Das Projekt befindet sich noch in der Prüfphase. Ein solches Zentrum wäre eine Neuerung in Belgien, denn bisher gibt es solch eine Einrichtung hier noch nicht.

Wo das Zentrum genau eingerichtet werden soll, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass es irgendwo in der Umgebung des Brüsseler Nationalflughafens in Zaventem in der Provinz Flämisch-Brabant sein wird.

Die VRT-Nachrichtenredaktion sprach darüber am Mittwochmorgen mit Belgiens scheidendem Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Melchior Wathelet (Foto) von der frankophonen Zentrumspartei CDH:

"Das Ziel dieser Einrichtung ist eine effizientere Rückführungspolitik für Personen, deren Asylantrag abgewiesen wurde. Es geht darum, diese Leute in das Rückkehrzentrum einzuweisen, um dort deren Repatriierung zu planen und dies mit direkt den Betroffenen selber. Wir schöpfen dabei auch ein bisschen aus den Erfahrungen anderer europäischer Länder, die in diesem Bereich effektiver arbeiten, als wir bisher.“

Die Einrichtung soll bis zu 70 Personen aufnehmen können. Sie soll helfen, abgewiesene Asylsucher ohne Trauma aus Belgien ausreisen zu lassen und soll gleichzeitig auch Kosten sparen. Bisher werden abgewiesene Asylsucher dazu aufgefordert, binnen 30 Tagen Belgien zu verlassen. Bleiben sie dann weiter illegal im Land, wird eine Ausreise nach bestimmten weiteren Fristen erzwungen und kosten Geld und Energie.