Norwegen-Anschläge Thema für EU

Nach dem Doppel-Anschlag von Norwegen berät die Europäische Union über die Folgen für Europa. In Brüssel trafen sich am Donnerstag Anti-Terror-Experten aus allen 27 EU-Ländern.

Von Beamten aus Norwegen, das nicht Mitglied der Union ist, bekamen sie zu den Anschlägen Informationen aus erster Hand.

Bei dem Treffen in Brüssel geht es vor allem um den Austausch von Informationen. „Die Norweger wollen erklären, was passiert ist, wie der Stand der Untersuchung ist und welche Schlussfolgerungen sie gezogen haben“, sagte ein EU-Diplomat.

Beschlüsse seien nicht zu erwarten. An dem Treffen nahmen auch Vertreter der europäischen Polizeibehörde Europol teil.

Die beiden Anschläge am vergangenen Freitag hatten in ganz Europa neue Diskussionen über den Umgang mit rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Tendenzen entfacht. Zunächst hatte Anders Breivik (Foto) in Oslos Regierungsviertel eine Bombe gezündet, wodurch acht Menschen getötet wurden. Anschließend erschoss der 32-jährige Rechtsradikale auf der Insel Utøya 68 Teilnehmer eines Sommercamps der Arbeiterpartei. Dann ließ er sich ohne Widerstand festnehmen. (Quelle: dpa)