Hausarztmangel immer akuter

In immer mehr belgischen Gemeinden fehlen inzwischen Hausärzte und das obschon dort die Niederlassung finanziell gezielt gefördert wird. Das belegen neueste Statistiken des Landesinstituts für Kranken- und Invaliditätsversicherung (LIKIV). In 40 % der Kommunen ist der Ärztemangel akut.

In 232 der 589 belgischen Kommunen gibt es nicht genügend Hausärzte. Betroffen sind 111 flämische, 111 wallonische und 10 Brüsseler Gemeinden.

Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl der betroffenen Kommunen fast verdoppelt. 2010 waren nur 206 Gemeinden betroffen, 2008 125.

In Flandern besteht inzwischen auch schon eine Hausarztmangel in einigen mittelgroßen Städten wie Geraardsbergen, Ninove, Maaseik, Lokeren und Moortsel.

Die Zunahme ist seltsam, weil es schon seit Jahren staatliche Förderprogramme gibt, um die Niederlassung von Allgemeinmedizinern in ländlichen Gemeinden finanziell zu fördern. Hausärzte die sich in einer der betroffenen Orte niederlassen, erhalten eine Niederlassungsprämie von 20.000 Euro.