Rauchverbot in Kneipen ein Erfolg

Das allgemeine Rauchverbot im belgischen Gaststättengewerbe wird erstaunlich gut eingehalten. Das Rauchverbot gilt seit dem 1. Juli und die Inspektoren des Gesundheitsministeriums konnten bisher nur in 5% der kontrollierten Kneipen einen Verstoß feststellen.

Unmittelbar nach der Einführung des Rauchverbot liefen die Kontrollen an. Im Juli wurden schon 1.557 Gaststätten von den Inspektorenteams besucht. Bis Ende August sollen es insgesamt 3.000 sein. Bisher wurde nur in 81 Kneipen eine Nichtbeachtung des Rauchverbots festgestellt.

Das allgemeine Rauchverbot im belgischen Gaststättengewerbe wird also gut eingehalten. Allerdings weisen 40 % der besuchten Kneipen nicht korrekt auf dieses Rauchverbot hin. An der Eingangstür oder im Innenraum muss mit einem Aufkleber deutlich sichtbar angezeigt werden, dass Rauchen in dem Lokal untersagt ist. Dieser Fehler wird in der Regel aber schon während des Kontrollbesuchs behoben: Die Inspektoren haben die erforderlichen Aufkleber im Gepäck.

Wird bei der ersten Inspektion ein Verstoß gegen das Rauchverbot festgestellt, bleibt es bei einer Abmahnung. Danach drohen Geldbussen bis zu 1.650 €. Bisher war dies aber noch nicht notwendig, weil alle betroffenen Wirtschaften bei einem zweiten Besuch in Ordnung waren.

9 % der kontrollierten Gaststätten bieten seit der Einführung des Rauchverbots wieder Mahlzeiten an. Vor dem 1. Juli galt das Rauchverbot schon in Lokalen, wo Speisen serviert wurden. 7,5 % der kontrollierten Kneipen haben ein separates Rauchzimmer eingerichtet, dass den gesetzlichen Bestimmungen genügt.

Das ‚Nationale Syndikat der Selbstständigen‘, dass zahlreiche Kneipeninhaber vertritt, ist über das positive Resultat der Inspektionsrunde des Gesundheitsministeriums nicht erstaunt, bemängelt in einer Stellungnahme wohl das bisherige Ausbleiben der versprochenen Kompensationsmaßnahmen. Das Gaststättengewerbe fordert längere Fristen für die Zahlung von Sozialbeiträgen und Steuern, sowie einen niedrigeren MWSt.-Satz, um so die befürchteten Umsatzeinbußen wettmachen zu können.