"Zu viele Medikamente werden exportiert"

Die belgischen Apotheker klagen über einen Mangel an bestimmten Arzneimitteln für den hiesigen Markt. Normalerweise erhält jedes Land ausreichend Medikamente für den durchschnittlichen Verbrauch, doch in der letzten Zeit werden einige Produkte offenbar ans Ausland weiterverkauft.

Das Problem sind offenbar in Belgien ansässige Großhändler, wie Jan Depoortere vom Allgemeinen Pharmazeutischen Bund angibt: "Das sind Großhandelsunternehmen, die fast nichts anderes machen, als Mittel zu exportieren. Da drückt der Schuh. Das bedeutet, dass nicht alles, was in Belgien ausgeliefert wird, auch in Belgien verbraucht wird.“

Das Problem verstärkt sich offenbar zunehmend und die Apotheker werden täglich damit konfrontiert.

Regelmäßig fehlen zum Beispiel Hemmstoffe für Asthmatiker und auch Medikamente gegen Depressionen: "Das sind wirklich notwendige Arzneimittel bei denen die Kontinuität der Versorgung für die Patienten zwingend erforderlich sind.“

Die Apotheker können die fehlenden Produkte sehr wohl nachbestellen, doch dann müssen sie eine Zeit lang auf die Lieferung warten.

Eine eventuell schnelle Versorgung in dringenden Fällen kann daran schon scheitern, wie der Apothekerbund befürchtet.