Belgier denken negativ über Einwanderung

Rund 72 % der Belgier findet, dass die Einwanderung in den letzten Jahren unserem Land geschadet hat. Damit liegt Belgien an der Spitze einer Umfrage, an der 23 Länder weltweit teilgenommen haben. In der Ipsos-Umfrage wurden die Länder zu ihrer Einstellung Einwanderern gegenüber befragt. Das schreibt die Zeitung De Morgen am Samstag.

Das Studienbüro Ipsos befragte Ende Juni 17.601 Erwachsene in 23 Ländern. Neben Belgien nahmen zum Beispiel auch Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien, Schweden, die VS, Kanada, Südkorea, Südafrika und sogar Saudiarabien an der Umfrage teil.

Bei fast jeder Frage scheinen unter den ersten fünf Ländern, die der Einwanderung gegenüber negativ eingestellt sind, hauptsächlich europäische Länder und vor allem Belgien zu sein.

So findet 94 Prozent der Belgier, dass in den letzten fünf Jahren zu viele Menschen in unser Land eingewandert seien. Das findet auch 93 Prozent der Italiener für Italien und 91 Prozent der Südafrikaner für Südafrika sowie 90 Prozent der Russen für Russland.

Auch auf die Frage, ob die Einwanderung positive oder negative Folgen für das Land gehabt habe, kommt der größte Teil negativer Stimmen aus Belgien (72 Prozent).

Belgier sind im Vergleich zu anderen Ländern hingegen weniger der Meinung, dass die Einwanderer ihnen die Jobs wegnehmen. Rund 68 Prozent ist sich jedoch einig, dass die Einwanderung das Sozialsystem in unserem Land zu schwer belastet.