Weitere Hilfsgelder von Belgien für Afrika

Die belgische Regierung stellt zusätzlich 4 Millionen Euro an Hilfsgeldern für das unter Hunger und Trockenheit leidende Horn von Afrika zur Verfügung. Das meldet der Minister für Entwicklungs-Zusammenarbeit Olivier Chastel (MR).

"Diese Krise hat auf viele Bereiche Auswirkungen, zum Beispiel betrifft sie die Nahrung, die Gesundheit, die Sicherheit, die Wirtschaft, die Landwirtschaft und die Religion", so Chastel in einer Pressemitteilung.

"Die heutige humanitäre Antwort reicht nicht aus und kann auch nicht verhindern, dass sich die Situation noch weiter verschlechtert. Alle großen Hilfsorganisationen melden einen großen Mangel an finanziellen Mitteln, so dass ihre Kapazität, Menschen zu helfen, begrenzt ist."

Die Situation am Horn von Afrika, wo 11 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind, ist derzeit die schlimmste humanitäre Krise weltweit, sagt Chastel. "Diese zusätzliche Hilfe ist nötig, um Leben zu retten, Unterernährung zu begrenzen und eine  Verschlechterung der absoluten Armut zu vermeiden", so Chastel.

Die Hilfe in Höhe von 4 Millionen Euro sind zusätzliches Geld zu den Ende Juli bereits für die Afrikahilfe von der belgischen Regierung zur Verfügung gestellten 5,05 Millionen Euro. Das Geld wird den anerkannten belgischen Hilfsorganisationen und verschiedenen Nicht-Regierungsorganisationen, die in den betroffenen Regionen aktiv sind, zur Verfügung gestellt.

Das Horn von Afrika, im Osten des Kontinents, ist von einer extremen Dürre betroffen. Es ist die schlimmste Trockenheit seit 60 Jahren. Außerdem leidet die Region unter großer Hungersnot. Über 11 Millionen Menschen in Äthiopien, Somalia, Kenia und Dschibuti sind vom Hungertod bedroht. In das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia strömen täglich über 1.000 ausgehungerte Flüchtlinge.