KBC-Bank mit höherem Nettogewinn

Das belgische Finanzinstitut KBC konnte seine Gewinne im ersten Halbjahr 2011 steigern und verzeichnete einen Nettogewinn von 1,154 Milliarden €. Damit verdoppelte sich der Nettogewinn der Allfinanzgruppe innerhalb eines Jahres.

Die KBC-Bank- und Versicherungsgruppe gab am Dienstag ihre Halbjahreszahlen bekannt und machte damit ein zufriedenstellendes Resultat öffentlich.

Die Gruppe konnte unter anderem die Risikovorsorge für faule Kredite im vergangenen Quartal im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum von 278 Millionen € auf 164 Millionen € senken.

Auch der Nettogewinn konnte im zweiten Quartal des Jahres gesteigert werden und beträgt 333 Millionen €. Damit konnte dieser Gewinn im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum 2010 mehr als verdoppelt werden. Die KBC übertrifft damit nicht nur die eigenen Erwartungen.

Man zeigt sich bei der Allfinanzgruppe mit den Ergebnissen zwar zufrieden, doch zurücklehnen wird man sich dort nicht, denn noch immer sorgen Wertberichtigungen vor allem auf griechische Staatsanleihen für Unruhe. Prognosen für die nahe und mittelfristige Zukunft wollte KBC-Chef Jan Vanhevel denn auch nicht abgeben.

EU-Auflagen

Die KBC-Gruppe kündigte auch an, sich von weiten Teilen der luxemburgischen Privatbankengruppe KBL trennen zu wollen. Pläne dafür gibt es schon lange, doch nun soll dieser Bereich zum Jahresende hin weitgehend abgestoßen werden.

Dazu ist die KBC allerdings auch verpflichtet, denn im Zuge der milliardenschweren Rettung der Gruppe durch den belgischen Staat im Zuge der vergangenen Finanz- und Kreditkrise muss man sich von KBL-Teilen trennen. Ein erster Verkauf der KBL an die indische Hinduja-Gruppe war am Veto der luxemburgischen Finanz-Aufsichtsbehörde gescheitert. Danach gingen Beobachter davon aus, dass der Verkauf scheibchenweise von Statten gehen sollte. Doch offenbar bevorzugt die KBC-Chefetage den Verkauf des KBL-Gesamtpaketes.

Weiter stehen die KBC Deutschland, die Versicherungsgruppe Fidea und die Antwerpener Diamantenbank zum Verkauf. Für letzteren Verkauf brachte die KBC unlängst eine Marketingkampagne auf den Weg.