Politische Gespräche beginnen früher

Die Vorsitzenden der belgischen Parteien, die sich bereit erklärt haben, eine Regierungsbildung aufgrund der vorliegenden Grundlagenpapiere von Regierungsbildner Elio Di Rupo (PS) verhandeln zu wollen, treffen sich früher als geplant zu ihren Gesprächen.

Ursprünglich wollten sich die Parteien erst am 22. August zu neuen Verhandlungen treffen, doch aufgrund der aktuellen Finanzkrise sind einige der Vorsitzenden der Ansicht, man sollte sich so schnell wie möglich treffen.

Nun ist ein erster Termin für Freitag nächster Woche, am 19. August, anberaumt worden.

Zuerst sollen nach Ansicht einiger Parteivorsitzender sozial-wirtschaftliche Themen behandelt werden, doch der Chef der flämischen Christdemokraten CD&V, Wouter Beke (Foto oben mit Elio Di Rupo), besteht weiterhin darauf, vor eigentlichen Gesprächen zur Koalitionsbildung zuerst die von Flandern geforderte Spaltung des Wahlbezirks Brüssel-Halle-Vilvoorde zu verhandeln.

Acht Parteien sind an den Gesprächen beteiligt: Aus Flandern die Christdemokraten CD&V, die Liberalen Open VLD, die sozialistische SPA und die Grünen von Groen!. Aus dem frankophonen Landesteil die Sozialisten der PS, die Zentrumspartei CDH, die liberale Reformbewegung MR und die Grünen von Ecolo.

Flanderns Nationaldemokraten N-VA hakten ab, da Di Rupos Grundlagenpapier als Gesprächsbasis in großen Teilen in ihren Augen nicht annehmbar sei.