Rating-Agenturen lassen Belgien in Ruhe

Vorerst bleibt die Kreditwürdigkeit Belgiens bestehen. Die drei maßgebenden rating-Agenturen Fitch, Standard & Poor’s und Moody’s planen derzeit keine Neubewertung des Landes, wie die flämische Tageszeitung De Morgen meldet.

De Morgen zitiert in ihrer Mittwochsausgabe die Ratingagentur Fitch, die angibt, ihre Wertungen Belgien betreffend, derzeit nicht anzupassen. Die beiden anderen Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s meldeten ebenfalls keine derartigen Vorhaben an und verwiesen dabei auf ihre letzten Bewertungen unseres Landes.

Noch vor einigen Monaten sah die Lage noch völlig anders aus, als die Rating-Agenturen Belgien aufgrund der anhaltenden politischen Krise herabstuften. Doch in der aktuellen Frage der Börsenkrise brauche sich Belgien keine Sorgen zu machen, zitiert De Morgen Fitch.

Belgiens scheidender Premierminister Yves Leterme (CD&V) und Luc Coene (Foto), der Vorsitzende der belgischen Nationalbank, bestätigten diese Meldungen. Coene gab an, dass die Kreditbewerter vor einem solchen Vorgang das betreffende Land besuchen und bei Einrichtungen, wie der Nationalbank Informationen einholen. Dies sei im Zuge der aktuellen Weltwirtschaftskrise nicht der Fall gewesen und deute sich auch nicht an.

Damit ist die Furcht vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Belgiens erst einmal gebannt. Jetzt können sich alle Betroffenen auf die Folgen der Börsenkrise konzentrieren. Am Dienstag schien sich die Lage zu erholen. Der Brüsseler Bel 20-Index schloss am Abend mit einem Plus von 2,8 % nachdem 11 Tage nacheinander ein Minus hingenommen werden musste.