Die "Störende Polizei" ist ein Erfolg

Seit einiger Zeit läuft entlang der westlichen Nordseeküste in Flandern ein Projekt unter dem Titel "Very Irritating Police", kurz "VIP" genannt. Die Polizeizone Westküste geht damit gegen herumhängende Jugendliche vor, die ihrer Umgebung lästig fallen.

Die Aktion war eigentlich am Anfang umstritten, doch im Laufe der Zeit zeigte sich, dass die Polizei mit ihren ständigen Kontrollen vor allem von rumstreunenden Jugendlichen in den Küsten- und Badeorten Erfolg hat.

Die Jugendlichen ziehen sich zurück oder beginnen sich zu benehmen.

Junge Leute von Außerhalb, zum Beispiel aus dem belgischen Inland und aus dem nahegelegenen Frankreich, kommen nicht mehr oder nur noch selten in diese Gegend oder aber sie benehmen sich einfach besser.

Die Polizei tut eigentlich dabei nichts anderes, als die Jugendlichen selber. Sie ist lästig. Sie taucht ständig auf und kontrolliert.

Dabei kommt es zu Überprüfungen der Identität, der etwaigen Fahrzeuge, zu Leibesvisitationen, zu Platzverweisen und zu vielem mehr.

Skinheads

Auffallend war zum Beispiel eine wochenlange Aktion gegen französische Skinheads und Neonazis. Diese kamen über die Grenze nach De Panne und nahmen von dort aus die Küstentram, um damit nach Oostende zu Diskotheken oder Partys zu fahren. Dabei zahlten sie ihre Fahrt nicht, belästigten Fahrgäste - vor allem Ausländer - und das Fahrpersonal der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn.

Sie legten ihre Füße auf den Sitzen und beim Drang nach Notdurft hielten sie die Tram per Notbremse, um draußen auszutreten an und einer von ihnen stellte sich vor die Straßenbahn, um sie an der Weiterfahrt zu hindern, bevor seine Kumpels wieder an Bord waren. Doch diesen "lästigen Gesellen“ ist die Polizei mit ihrer VIP-Aktion so lange auf die Nerven gegangen, bis sie nicht mehr kamen.