Nashorn-Hörner in Museen sind in Gefahr

Wie erst jetzt bekannt wurde, sind in der vergangenen Woche zwei Hörner von ausgestopften Nashörnern aus dem Afrikamuseum im wallonischen Namür gestohlen worden. Die frankophone Tageszeitung Vers L’Avenier meldete dies in ihrer Lokalausgabe Namür.

Offenbar waren an dem Diebstahl letzte Woche im Afrikamuseum in Namür mehrere Personen beteiligt. Zwei von ihnen hatten die Museumswärter abgelenkt, während sich weitere Personen um die Hörner kümmerten.

In der letzten Zeit stellen stets mehr Museen fest, dass Hörner von Nashörnern gestohlen wurden.

In Belgien wurden das Königliche Museum für Naturwissenschaften in Brüssel und jetzt das Museum in Namür Opfer solcher Diebstähle. Im Zoologischen Institut in Lüttich konnte ein Diebstahl vermieden werden. Inzwischen hat das Naturwissenschaftliche Museum in Tournai seine unter Glas ausgestellten Nashorn-Hörner in Sicherheit gebracht.

Auch Museen in anderen europäischen Städten wurden in dieser Hinsicht schon bestohlen. Dabei waren zum Beispiel das Jagdmuseum Wulff im deutschen Dedelsdorf (Foto oben) und Museen in Frankreich, Portugal, Tschechien und Schweden.

Nach Angaben von Europol bringen die Hörner von Nashörnern in Asien zwischen 20.000 und 200.000 € auf dem illegalen Markt. Unter anderem in China werden daraus Aphrodisiaka hergestellt.