Auch Belgien verbietet die Leerverkäufe

Vier Länder der Eurozone, Belgien, Frankreich, Spanien und Italien, wollen die Turbulenzen an den Finanzmärkten eindämmen, in dem sie das so genannte "short selling" verbieten. Solche Leerverkäufe betreffen den Handel mit Aktien oder Obligationen, die man selbst nicht besitzt, um so von sinkenden Börsenkursen profitieren zu können.

Leerverkäufe oder "short sellings“ sind an sich eine zulässige Handelsstrategie, doch in Verbindung mit der Verbreitung von Gerüchten am Markt handelt es sich dabei im einen klaren Regelverstoß, wie die europäische Finanzmarktaufsicht ESMA bekannt gab.

Vor zwei Tagen entstand ein solch falsches Gerücht über die französische Société Générale, als die britische Sonntagszeitung Mail on Sunday auf ihrer Webseite einen fiktiven Bericht über einen drohenden Konkurs der Bank von Le Monde aus Frankreich als wahr angesehen hatte und übernahm. Die Folge: Die Kurse der Société Générale fielen um 20 % und die internationalen Börsenkurse sackten einmal mehr.

Der belgische Börsenwachhund FSMA läutete das Verbot an diesem Freitag ein und begrenzte es zeitlich nicht. Frankreich und Spanien verbieten Leerverkäufe hingegen vorerst nur für die Dauer von 15 Tagen. Das Verbot dieser "short sellings“ in Belgien gilt für die Aktien von vier Finanzinstituten an der Brüsseler Börse: KBC, KBC Ancona, Dexia und die Versicherungsgruppe Ageas.