Moslem-Vereinigung plädiert für Multikulti

Eine Vereinigung von gemäßigten und progressiven Moslems in Brüssel hat eine Petition auf den Weg gebracht, die die multikulturelle Gesellschaft verteidigt. Die Initiatoren fordern mehr Toleranz und Offenheit. Anlass für die Petition waren Angriffe auf ein belgisch-marokkanisches Paar.

In der vergangenen Woche hatten Jugendliche in der Nähe des Liedtsplein im Brüsseler Stadtviertel Schaarbeek eine marokkanische Frau im Beisein ihres belgischen Ehemanns öffentlich beschimpft.

Später hatten sie die Frau in ihrer Wohnung überfallen und ihr Ohrfeigen versetzt. Nachbarn konnten Schlimmeres verhindern, wie die Webseite der lokalen Stadtzeitung Brussel Deze Week, brusselnieuws.be, und der frankophone Rundfunk RTBF melden.

Als Reaktion hat die gemäßigt Vereinigung Musulmans Progressistes eine Petition auf den Weg gebracht, um ihrer Empörung über diese verbale und körperliche Aggression Ausdruck zu verleihen und um das angegriffene Ehepaar moralisch zu unterstützen.

Die Vereinigung ruft dazu auf, massiv für die multikulturelle Gesellschaft einzutreten, vor allem unter Menschen islamischen Glaubens und Herkunft.

Die Werte einer friedlichen Gesellschaft mit und in ihren kulturellen Verschiedenheiten gelte es zu verteidigen, heißt es in ihrer Petition, die bereits von hunderten Menschen unterzeichnet wurde.