Van Rompuy lobt italienische Sparpläne

EU-Ratsvorsitzender Herman Van Rompuy zeigt sich mit den Sparmaßnahmen, die die italienische Regierung zur Bekämpfung der Schuldenkrise ergriffen hat, zufrieden. Seiner Ansicht nach sind die Schritte, die Italiens Premierminister Silvio Berlusconi angekündigt hat, für die gesamte Eurozone entscheidend.

Nach einem Telefongespräch mit Prermier Berlusconi gab Van Rompuy mit einer Pressemitteilung zu erkennen, dass er dem italienischen Sparpaket zustimmt.

Die Regierung Berlusconi sah sich nach scharfer Kritik aus Finanzmarktkreisen dazu genötigt, ein Sparpaket zu schnüren und verabschiedete am Freitag einen Maßnahmenkatalog, mit dem binnen zwei Jahren 45,5 Milliarden € eingespart werden sollen.

Zu den zu ergreifenden Schritten gehören ein Solidaritätsbeitrag von Seiten der höheren Einkommen und ein strengeres Vorgehen gegen Betrug und Steuerhinterziehung.

Herman Van Rompuy, permanenter Vorsitzender des Rates der EU, der schon als belgischer Bundespolitiker und ehemaliger Premierminister ein Verfechter der europäischen Idee war, gilt weithin als "Mister Euro“. Durch ihn und sein Amt spricht die Union endlich mit einer Stimme.

Nach seinem Telefongespräch mit Berlusconi teilte Van Rompuy mit, dass er ganz und gar hinter den zeitlich begrenzten und strengen Finanzmaßnahmen der Italiener stehe.