Schlechtwetter lässt Bauern verzweifeln

Das schlechte Wetter der vergangenen Monate bringt die Bauern zur Verzweiflung. Aufgrund des Regenwetters sinken die Preise für Kartoffeln und kann das Getreide nicht geerntet werden. Bei einigen anderen Gewächsen wird die Ernte wiederum aufgrund des trockenen Frühlings sehr mager ausfallen.

Auf vielen Feldern steht noch Weizen, der dringend geerntet werden muss. Das geht jedoch nicht, weil wegen eines neuen anhaltenden Regenschauers der vergangenen Stunden wieder mehrere Tage gewartet werden muss, bis der Weizen vom Feld kann.

"Das Getreide beginnt dadurch, bereits auf der Ähre zu sprießen", erklärt Guy Depraetere, Bauer und Nationalsekretär der allgemeinen Bauerngewerkschaft.

Außerdem wird die Maisernte aufgrund der Trockenheit des Frühjahrs geringer ausfallen. Das trockene Frühjahr und der anhaltende Regen in diesem Sommer wird zweifelsohne auch Folgen für die Ernte anderer Gewächse haben.

Aufgrund des vielen Regens herrscht nun ein Überangebot an Kartoffeln. Dadurch ist der Kartoffelpreis zurückgegangen. Vor einem Monat bekam ein Bauer noch 0,20 Eurocent pro Kilo für seine Kartoffeln, inzwischen ist das zehn Mal weniger. Vielen Bauern drohen finanzielle Probleme, "denn wir können davon ausgehen, dass die Preise noch lange so bleiben werden", sagt Depraetere.

"Werden Fritten auch billiger?"

"Wir fragen uns übrigens, ob die Preise an den Pommesbuden auch sinken werden?", so Depraetere.

Bernard Lefèvre vom nationalen Pommes-frites-Buden-Verband zufolge werde es nicht direkt zu einer Preissenkung kommen. "Wir bezahlen noch 60 bis 70 Cent für ein Kilo Kartoffeln. Und selbst wenn wir die Kartoffeln kostenlos bekommen, haben wir doch noch jede Menge andere Kosten."