Junges belgisches Team zur WM nach Daegu

Am Dienstag ist im Brüsseler Stadtteil Sint-Lambrechts Woluwe die Delegation vorgestellt worden, die ab dem 27. August an den 13. Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Daegu Stadium von Daegu in Südkorea teilnehmen wird. Insgesamt reisen 11 belgische Athleten nach Daegu.

Große Hoffnung wird vor allem auf die Leistung der Brüder Borlée gesetzt.

Die Brüder Borlée sind jeweils an der 400m-Weltspitze. Wenn sie es nicht auf das Treppchen schaffen, dann wird es eine magere Ernte in Daegu.

“Eine Medaille holen ist nicht so einfach, aber ich habe ein gutes Gefühl. Jeden Tag arbeite ich mit viel Freude und die nimmt bei uns auch nicht ab. Wir gehen dort hin, um uns dem ganz hinzugeben und haben viel Spaß dabei”, so Jacques Borlée, der Trainer der beiden Borlée-Brüder gegenüber dem VRT-Kanal sporza.

"Das Halbfinale wird am schwierigsten für Kevin und Jonathan Borlée. Wenn sie darin ideal laufen, sind sie im Finale. Und im Finale ist alles möglich mit drei Wettkämpfen in ebenso vielen Tagen", so der Vater und Trainer der Jungens, Jacques Borlée noch gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. "Die Konkurrenz ist sehr groß, aber sie haben schon das Mögliche getan und sind physisch hundert Prozent in Ordnung."

Die belgische Delegation besteht aber nicht nur aus den Zwillingsbrüdern. Es gehen 7 Athleten einzeln mit und es gibt noch das 4 x 400m Wechselteam. Es ist eine kleine Delegation und außerdem auch eine junge Gruppe. Für Thomas Van der Plaetsen (Zehnkampf), Jeroen D'hoedt (1500m-Lauf) und Anne Zagré (Hürdenlauf) ist dies die erste WM.

Jeroen D'hoedt sagte gegnüber sporza im VRT-Fernsehen, er werde alles tun, um so gut wie möglich vorbereitet zu sein und ins Halbfinale zu kommen. Thomas Van der Plaetsen sagte, er mache das zum einen, um Erfahrung zu sammeln, zum anderen natürlich auch, um gute Leistungen zu zeigen.

Die Delegationsleiterin Tille Scheerlinck erklärte: “Die überwiegende Mehrheit der Delegation ist 24 Jahre oder jünger. Das spricht für ihre Qualität.” Bei den gefestigten Größen könnten einige nicht dabei sein, zum Beispiel befinde sich Tia noch in den “Nachwehen” der Schwangerschaft. Die Delegation sei deshalb dieses Mal auch so jung.

Die Jugend ist also ehrgeizig, aber Erfahrung sammeln ist in Daegu wohl das Wichtigste.