Schwere Unwetter zogen über das Land

Am Donnerstagabend ist ein schweres Unwetter mit Sturm, Hagel, Gewitter und sintflutartigen Regenfällen über Belgien hinweggezogen. Am schwersten getroffen wurde die Gegend um Hasselt. Bei einem Popfestival mit zehntausenden Zuschauern kamen 5 Menschen ums Leben.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel ging in der abendlichen Stoßzeit nichts mehr. Der Innenstadtring war zeitweise komplett gesperrt und die Tunnel waren vollgelaufen. In allen Stadtteilen von Brüssel kam es zu überschwemmten Straßen und Kellern. Metro-Stationen liefen voll und die U-Bahnzüge konnten nicht mehr weiterfahren. Die Hilfsdienste registrierten innerhalb von anderthalb Stunden rund 700 Notrufe.

In den Provinzen Antwerpen und Limburg schlug das Unwetter ebenfalls heftig zu.

Großer Schaden entstand vor allem in Herentals in den Kempen und in Hasselt kamen fünf Personen ums Leben, als ein Sturm das Gelände des Popfestivals Pukkelpop in ein regelrechtes Schlachtfeld verwandelte (siehe entsprechenden Bericht auf unserer Webseite).

In Mons in der Provinz Hennegau stürzte das Dach des Theaters durch den heftigen Regen und die sich dort sammelnden Wassermassen in sich zusammen. Glücklicherweise kam dabei niemand zu Schaden.

In Wallonisch-Brabant und in der Provinz Limburg sorgten vor allem Schlammlawinen und überschwemmte Straßen für große Probleme. Überall konnte die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen.

Insgesamt, so eine Meldung der Verkehrswacht des belgischen Bundeslandes Flandern, kam es durch das Unwetter auf den Straßen des Landes zu rund 330 km Stau.

Den Schaden, den die Landwirtschaft durch das Unwetter angerichtet hat, kann man derzeit noch nicht bemessen. Klar ist nur, dass die Obstplantagen in Limburg schweren Schaden genommen haben.