Opfer der Pukkelpop-Katastrophe bekannt

Eineinhalb Tage nach dem Drama beim Musikfest Pukkelpop ist mehr über die Identität der Opfer bekannt. Die fünf Toten sind zwischen 20 und 59 Jahre alt. 3 Menschen schweben noch in Lebensgefahr.

Fünf Tote und zehn Schwerverletzte: Das ist die traurige Bilanz des Dramas bei Pukkelpop. Die Todesopfer haben inzwischen einen Namen und ein Gesicht.

In Hamme hat der örtliche Pfadfinderverein Chiro bereits eine Wache gehalten für die 21-jährige Marijke, eine ehemalige Pfadfindergruppenleiterin, die auf dem Campingplatz des Festivals starb, als sie sich in ihrem Zelt unterstellte. Gleichzeitig fiel eine Sanitäranlage auf ihr Zelt und sie war auf der Stelle tot.

Zwei weitere Opfer waren das junge Pärchen Marlo Ghys und Wendy Burecke. Die beiden waren ebenfalls in den Zwanzigern. Sie stellten sich in einem Zelt unter, das einstürzte. Beide bekamen einen metallenen Balken auf den Kopf. Burecke war direkt tot, ihr Freund wurde noch ins Krankenhaus gebracht, erlag aber später seinen Verletzungen.

Das vierte Opfer ist Kristof Lenaerts, ein Dreißiger aus Rijkevorsel. Der Mann soll während des Unwetters aus dem Chateau-Zelt geflüchtet sein, kehrte jedoch zurück, weil er seinen Rucksack vergessen hatte. Als das Zelt einstürzte, bekam er eine Metallstange auf den Kopf.

Das letzte Opfer soll ein 59-jähriger Mann sein, aber über seine Person ist nicht viel bekannt.

Im Virga Jesse-Krankenhaus in Hasselt schweben noch 3 Opfer in Lebensgefahr. Sie wurden durch umherfliegende Zweige und einstürzendes Material schwer verletzt.

Hasselt trauert

Ganz Hasselt trauert um die Opfer von Pukkelpop. Am Samstagmittag findet eine Versammlung im Stadtpark statt, am Sonntag eine Messe zum Gedenken an die Opfer.