Belgien nimmt 2,5 Mia. € mit Obligationen ein

Unser Land hat sich 2,5 Milliarden Euro durch die Ausgabe von Staatspapieren geliehen. Es handelt sich um lineare Obligationen mit einer Laufzeit von 3, 10 oder 24 Jahren. Obligationen für 3 Jahre wurden für 655 Millionen Euro verkauft, Obligationen bis 2021 für 835 Millionen Euro und Obligationen bis 2035 für 1 Milliarde Euro.

Die Schuldenagentur hatte zuvor einen Betrag zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden Euro vorausgesetzt. Die Nachfrage nach Obligationen war größer als das Angebot. Dadurch konnte die Staatskasse gegen einen niedrigen Zins entlehnen und vor allem langfristige Obligationen ausgeben.

Der Zins für Obligationen mit einer Laufzeit von 10 Jahren liegt sogar ein Stück niedriger als er bei einer vorigen Ausgabe von belgischen Staatsanleihen war. Der Zins liegt derzeit bei 3,884%, während der Zins Ende Juli noch bei 4,274% lag. Die Regierung bot die Obligationen mit einer Laufzeit von 3 Jahren für einen Zins von 2,36% und Obligationen mit einer Laufzeit von 24 Jahren für einen Zins von 4,40% an.

Insgesamt haben die linearen Obligationen der Staatskasse bereits 31,3 Milliarden Euro eingebracht. Das ist 92% des Betrages in Höhe von 34 Milliarden, der für das gesamte Jahr angesetzt war.

Lineare Obligationen

Unter lineare Obligationen versteht man laut Webseite der belgischen Nationalbank: "Vom belgischen Staat ausgegebene langfristige Schuldverschreibungen, deren Zinssatz, Laufzeit und Rückzahlungspreis fest sind. Sie werden in zweimonatlichen Tranchen ausgegeben, und der Emissionspreis wird im Tenderverfahren festgelegt. Sie sind stückelos und werden auf einem Konto gebucht; An- und Verkauf erfolgen über das Clearingsystem der Belgischen Nationalbank oder durch andere Wertpapierclearingzentren wie Euroclear oder Clearstream."