Villenviertel leistet sich Kamerabewachung

Die Bewohner eines Villenviertels in Oud-Turnhout (Provinz Antwerpen) sind bereit, 30.000 Euro hinzublättern, um ihr Hab und Gut bewachen zu lassen. Sie wollen das Geld der Polizei für die Einrichtung einer Überwachungeskamera an der Zufahrtsstraße des Viertels zur Verfügung stellen. Das schreibt Het Laatste Nieuws.

Die Bewohner wollen ihr Viertel besser gegen Einbrecher schützen. Die Kamera, die auch Nummernschilder registriert, soll mögliche Diebe abschrecken und Einbrüchen zuvorkommen.

Die örtliche Polizei hatte eigentlich nicht die Absicht, eine Kamera in der Gegend zu installieren. Der Bürgermeister Leo Nys (CD&V) hat jedoch nichts, gegen den Plan einzuwenden. "Wir sind eigentlich gegen private Initiativen, um Kameras einzurichten, aber wenn das in Zusammenarbeit mit der Polizei erfolgt, muss das möglich sein."

Dirk Van Nuffel, der Vorsitzende des ständigen Ausschusses für die Polizei vor Ort ist gegen die Idee. "Dort war anscheindend eine Serie von Einbrüchen, aber das ist vorbei", sagt Van Nuffel in der Frühsendung des VRT-Radios . "Ich weise gerne auf viel effizientere Maßnahmen wie die Bewachung einzelner Häuser hin. So eine Kamera bringt kaum etwas."

Vorerst ist das Ganze also noch eine Art Entwurf. Konkrete Vereinbarungen müssen noch folgen. Außerdem muss auch noch bestimmt werden, wie viele Kameras installiert werden sollen.