Bauern verzweifeln an Obsternte

Der Sturm- und das Hagelwetter vom 18. und 23. August hat den Bauern die Obsternte vernichtet und einen Schaden in Höhe von mindestens 60 Millionen Euro im Obstsektor im Hageland und in Süd-Limburg hinterlassen. Diese Zahl hat der Bauernverband errechnet.

Im Schatten des Dramas bei Pukkelpop in Kiewit wurde auch viel Schaden in den Obstgärten im Hespengau in Limburg und im Hageland angerichtet. Einige Tage später wurden die Gegenden durch neue Hagelschauer getroffen. Viele Äpfel und Birnen sind beschädigt und können nicht mehr verkauft werden. Eine ganze Reihe Bäume wurden entwurzelt.

Dem Bauernbund zufolge habe das alles zu mindestens 60 Millionen Euro Schaden in diesen Gebieten geführt. Rund 4.500 Hektar hartes Obst sind betroffen und davon sind 300 Hektar Obstbäume zerstört worden. Es wird Jahre dauern, bevor neue Bäume wieder Früchte tragen, die verkauft werden können.

In diesem Jahr soll das alles zu einem Umsatzverlust von 42 Millionen Euro führen. In den nächsten Jahren sollen noch rund 16 Millionen Euro hinzu kommen, weil beschädigte Bäume weniger Obst tragen und anfälliger für Schimmel sind. Neue Anpflanzungen, um die beschädigten Bäume zu ersetzen, sollen 5 Millionen Euro kosten.

Auch der Weinanbau im Hageland wurde beschädigt.

Flämische Regierung verspricht Hilfe

Der flämische Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) hat am heutigen Montag ein Obstunternehmen in Attenrode unweit von Glabbeek in Flämisch-Brabant besucht und versprochen, dass die flämische Regierung dem Obstsektor helfen werde.

Er hat sich an die belgische Regierung gewandt, damit sie diese Katastrophe bei Schadensersatzzahhlungen aus dem Katastrophenfonds berücksichtigt.

Auf flämischer Ebene schlägt der Ministerpräsident mehrere Maßnahmen vor wie den Aufschub von Kapitaltilgungen, eine Umordnung von Krediten, eine Zuwendung von 18% für Hagelversicherungen und Subventionen für die Anpflanzung neuer Bäume.