Belgien macht 6 Mio. € für Libyen frei

Die geschäftsführende belgische Bundesregierung macht für die Libyen-Hilfe 6 Millionen € frei. Dies kündigten Premierminister Leterme und Außenminister Vanackere vor dem Beginn der am Donnerstag in Paris stattfindenden Geberkonferenz an.

In Paris kommen an diesem Donnerstag Vertreter aus rund 60 Ländern zur Geberkonferenz für Libyen zusammen. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister David Cameron hatten zu diesem Treffen der "Freunde von Libyen“ eingeladen. Belgien wird dabei vom geschäftsführenden Premierminister Yves Leterme und vom scheidenden Außenminister Steven Vanackere (beide CD&V) vertreten.

Unser Land wird mit 6 Millionen € Hilfe für Libyen beitragen. Ein Teil des Geldes wird in die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland investiert und ein weiterer Teil fließt in die Entwicklung einer stabilen Demokratie in der Nach-Gaddafi-Zeit.

Zudem schlagen Vanackere und Leterme (Foto) ihren Kollegen in Paris vor, die in Belgien beschlagnahmten lybischen Gelder und Besitztümer nach ihrer Freigabe für die Finanzierung von humanitären Maßnahmen zu nutzen. Belgien will überdies so schnell wie möglich die Botschaft des Landes in der libyschen Hauptstadt Tripolis wieder öffnen.

Unser Land hatte mit der Bereitstellung einiger F 16 Kampfbomber der Luftwaffe für Einsätze zum Schutz der Bevölkerung vor dem Gaddafi-Regime an der Befreiung des Wüstenstaates beigetragen. Jetzt soll das belgische Victim Identification Team bei der Identifizierung von Opfern helfen, falls dies gewünscht wird.